Experiment: Rinder zur Springkrautbekämpfung im Auwald bei Waldkraiburg

Die Innauen bei Waldkraiburg sind als Natura2000 Gebiet („Innauen und Leitenwälder“) von überregionaler Bedeutung. Doch wie in fast allen Auen Bayerns ist der Wasserhaushalt nicht mehr intakt. Eine Folge der gestörten Verhältnisse ist die Massenausbreitung des drüsigen Springkrauts, einer eingeschleppten Art, die dort über drei Meter hoch wird und die heimische Auenvegetation verdrängt.

15.09.2020

Auf unserer Weidefläche nördlich Walkersaich haben wir festgestellt, dass Rinder auch drüsiges Springkraut fressen, was zu einer erheblichen Abnahme dieser Art führt. Daher versuchen wir auf der völlig von Springkraut dominierten Fläche im Auwald bei Waldkraiburg durch die Beweidung mit Pferden und Rindern das Springkraut zurückdrängen und erhoffen uns eine Förderung der naturnahen Auenvegetation sowie von Arten, die besonnte offene Lebensräume benötigen, wie Zauneidechse, Gelbbauchunke und Ringelnatter. Die Fläche im Auwald untersteht dem Wasserwirtschaftsamt, die das Projekt fördert und das Zaunmaterial finanziert (vgl. PM). Auch die Stiftung Moving Child (www.moving-child.com) hat uns großzügig unterstützt. Nachdem die Pferde im Frühjahr und Frühsommer im Einsatz waren, haben nun fünf Rinder der Familie Reißaus einen dreiwöchigen Intensiveinsatz geleistet und das Springkraut völlig niedergemacht, wie unsere Bilder demonstrieren. Wir nachhaltig der Erfolg ist, wird sich in den nächsten Jahren zeigen.