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Mauert sich Waldkraiburg ein? Viele Gärten undurchlässig für Igel & Co.

Barrierefreies Waldkraiburg – dies gilt nicht für Igel, Kröte, Blindschleiche und andere bodenlebende Gartenbewohner. Mauern, hohe Sockel, dichte Zäune und Gabionen verwehren diesen Tieren an vielen Stellen die Bewegung zwischen den Gärten oder verhindern nach einer Straßenquerung, dass sie im angrenzenden Grün Schutz suchen können.

13.10.2021

Nach Ansicht des Naturschutzverbandes ist das in Waldkraiburg tatsächlich ein wesentliches Problem für viele Tierarten, denn ihr Lebensraum umfasst mehrere Gärten, so dass eine barrierefreie Wanderung für ihr Wohlergehen wesentlich ist. So müssen Amphibien wie die Erdkröte oft mehrere Grundstücke oder sogar Straßen queren, um einen geeigneten Teich als Laichplatz zu finden. Der Igel wiederum benötigt mehrere Gärten umfassende Reviere, um ausreichend Nahrung zu finden, sein nächtlicher Weg gleicht oft einem Hindernislauf.

Der Bund Naturschutz weist in seinen Stellungnahmen zu Bebauungsplänen stets auf dieses Problem hin und oftmals wird eine entsprechende Vorgabe für die betreffende Wohnsiedlung im Plan festgehalten. Doch gibt es viele Wohngegenden ohne Bebauungsplan, wo niemand den Gartenbesitzern solche massiven Grenzsicherungen verwehren kann. Eine Lösung wäre nach Ansicht des BUND Naturschutz eine Einfriedungssatzung für das ganze Stadtgebiet, wie sie in Bayern nach der Gemeindeordnung möglich ist. Darin kann beispielsweise ein bestimmter Bodenabstand für Mauern und Zäune festgelegt werden. Würde der Vollzug dann auch kontrolliert, stünde dem Igel die Welt wieder offen.