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Kuh Heidi ist die Landschaftspflegerin des Jahres

Ohne sie wäre unsere Kulturlandschaft ärmer und ein nachhaltiger Naturschutz nicht möglich: Rind, Ziege & Co.

13.04.2021

Durch die Wahl der Landschaftspflegerin des Jahres will der BUND Naturschutz diese besondere Leistung unserer Nutztiere würdigen. Jetzt steht die Siegerin fest. Kuh Heidi, hat gewonnen.

Weidetiere haben die Landschaft Bayerns seit Jahrtausenden geprägt und eine artenreiche bäuerliche Kulturlandschaft geschaffen. Viele heute seltene Pflanzen- und Tierarten sind an diese Weidelandschaften angepasst. Wollen wir die Vielfalt der Flora & Fauna in Bayern bewahren, so sind „wilde Weiden“ eine entscheidende Voraussetzung: Weideflächen mit Buckeln und Senken, Tümpeln und Gestrüpp, geprägt vom Tritt und Fraß der Weidetiere und nicht durch die Ordnungsliebe von uns Menschen.

Im Landkreis Mühldorf sind Rinder, Büffel, Ziegen, Schafe und Pferde heute entscheidende Akteure in der Biotopflege. Die BUND Naturschutz-Kreisgruppe setzt seit vielen Jahren auf die tierischen Helfer und führte nun erstmals die öffentliche Wahl der "Landschaftspflegerin des Jahres“ durch, an der sich rund 250 Personen beteiligten. Jetzt sind die Stimmen ausgezählt. Kuh Heidi, die schöne Murnau-Werdenfelserin, beheimatet auf dem Reiserer-Hof in Oberneukirchen (https://www.der-reiserer.de/), hat mit 40% aller Stimmen die meiste Unterstützung erhalten. Sie ist inzwischen auch Mutter geworden. Auf die Büffeldame Ilvy entfielen 31% der Stimmen, auf die Geiß Penelope 20% und auf die Dungfliege Scatophaga 9%.

Vielleicht hat Heidi ihr besonderes Engagement auf das Siegertreppchen geholfen, vermutet der BUND Naturschutz: Als Chefin ihres Landschaftspflegetrupps hat sie es geschafft, in nur zwei Wochen eine Weide im Auwald von überrindshohem Springkraut zu befreien, so dass die heimische Flora wieder gedeihen kann. Und das trotz Hitze und hungriger Stechmücken. Das Indische Springkraut breitet sich in vielen Lebensräumen aus und verdrängt die heimische Pflanzenwelt. Der BUND Naturschutz untersucht, ob es sich durch Beweidung mit Rindern zurückdrängen lässt.

Wer sich an der Wahl beteiligt hat, nimmt an einer Verlosung teil. Die Gewinner*innen der Preise wurden vom BUND Naturschutz bereits informiert.