A 94: Ist der Kampf nach 30 Jahren verloren?

Strategiekonferenz in Ampfing

Bayerischer Verwaltungsgerichtshof weist Klagen gegen A94 im Isental ab:

Bund Naturschutz fordert nun politische Entscheidung zum Schutz von Natur und Menschen im Isental

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die Klagen des BN und zahlreicher anderer Kläger gegen den zweiten Abschnitt der A94 im Isental (Pastetten-Dorfen) als erfolglos abgewiesen.

„Das ist ein rabenschwarzer tag für das Isental. Wir sind erschüttert, wie wenig Schutz die Natur und die Menschen in dieser einmaligen Natur- und Kulturlandschaft Isental offenbar vor Gericht haben.“ so die erste Reaktion des BN-Landesvorsitzenden Hubert Weiger. „Nötig ist nun eine politische Entscheidung der Vernunft für die Alternativtrasse auf der B12: sie ist immer noch die bessere Variante für die Menschen, für die Natur und für den Steuerzahler.“

Natur- und Menschenschutz und Bürgernähe ist nicht nur eine Sache von Sonntagsreden“, so Weiger, „der Bau Isental-Autobahn wäre ein Musterbeispiel für die Ignoranz und Unglaubwürdigkeit der bayerischen Staatsregierung, die hier eine Region gegen den Willen ihrer Bevölkerung mit einer Autobahn zerstören will.“  Unter Verweis auf die bayerische Biodiversitätsstrategie, die am 1.4.2008 vom Ministerrat verabschiedet wurde, und den vor kurzem von Umweltminister Söder vorgestellten 500 Seiten starken Artenschutzbericht ergänzt BN-Artenschutzreferentin Dr. Christine Margraf: „Wenn die Politik ihre Strategien und Berichte zum Schutz der Natur auch nur ansatzweise ernst meint, muss sie eine klare Entscheidung für die A94 auf der Trasse B12 treffen - gerade im Internationalen Jahr der Biologischen Vielfalt 2010.“

„Wir geben den Schutz des Isentals nicht auf, und werden uns auch gegen andere Großangriffe auf Bayerns Heimatnatur wie die geplante Start- und Landebahn am Flughafen München unvermindert zur Wehr setzen,“ ergänzt Richard Mergner, Landesbeauftragter des BN.

Der BN wird nach Vorlage der Begründung des Urteils rechtliche Schritte gegen die Nichtzulassung der Revision prüfen und nun noch einmal verstärkt auf politischem Wege für das Isental kämpfen.