Betreuerinnen der Kindergruppe sind Elvira Maier-Preuschl, 08072-37092 und Heide Schmidt-Schuh, 08072-372330

Zu Besuch bei Rindern, Pferden und Ziegen

Als hätten die Tiere gewusst, dass besonderer Besuch zu Ihnen kommt. Zur großen Freude der Kinder waren sie alle da.

 Im Januar hatte die Gruppe bei eisiger Kälte und strahlendem Sonnenschein „geschuftet“ und in der Kiesgrube des Bund Naturschutz bei Heldenstein kräftig beim Zurückschneiden der Weiden geholfen. Zu riesigen Reisighaufen wurden die abgeschnittenen Äste aufgetürmt.

Jetzt wollte man endlich sehen, was aus der Kiesgrube geworden ist und wie sich die Arbeit ausgewirkt hat. Zwischenzeitlich war oberhalb der Grube ein Aussichtsstand gebaut worden, von dem aus die Kinder einen ersten Überblick erhielten. Aber natürlich konnten sie auch hinein gehen und die Tiere von Nahem betrachten. Die Rinder, u.a. Galloways, hielten respektvollen Abstand und nach einer Weile der Gewöhnung grasten sie friedlich weiter. Ganz anders waren die Ziegen. Eine ganze Herde dieser neugierigen Tiere kam angehoppelt und beknabberten Anoraks und Pullover der Kinder, ließen sich aber auch gerne von ihnen füttern und streicheln. Es handelte sich dabei um Tauernschecken, eine alte, vom Aussterben bedrohte Rasse. Die Tiere sind äußerst wendig und klettern auch gerne, weshalb ein Spezialzaun um das etwa 10 ha große Gelände herum führt.

Kurz bevor die Gruppe wieder heimfahren musste, kamen zur Belohnung  auch tatsächlich noch die beiden Pferde, ein Isländer und ein Fellpnoy, angetrabt.

Die Ziegen nahmen die Aufmerksamkeit der Kinder so sehr in Anspruch, dass sie die vielen verschiedenen Vögel kaum bemerkten.

Frösche und Kröten waren freilich bereits ins Winterquartier abgewandert, doch ein paar Libellen waren noch über den Wasserflächen zu sehen. Vor allem damit die Wasserflächen in der Kiesgrube wieder besonnt werden, wurde die Rodungsaktion im Winter durchgeführt. Denn wenn der Bewuchs nicht von Zeit zu Zeit gebändigt wird, überwuchert er alles. Ziel des Bund Naturschutz bei der Pflege der Kiesgrube ist es, möglichst vielfältige Lebensräume für möglichst viele verschiedene Tiere zu schaffen und zu erhalten. Dabei helfen Rinder, Ziegen und Pferde – und von Zeit zu Zeit auch Menschen.

 Welch ein wunderbarer Ausflug in ein Stück heile Natur bei herrlichem Herbstwetter!

Dohlenzählung wird an die Gemeinde Haag übergeben

Bei einem kleinen Empfang im Haager Rathaus haben die Kinder die Ergebnisse der Dohlenzählung den Veranwortlichen in der Gemeinde überreicht. Im Anscheiben hieß es, dass die meisten der Kinder den Schlossturm nicht von innen kennen, weil sie noch zu jung waren, als er vor nunmehr 7 Jahren geschlossen wurde. Sie freuen sich sehr, dass er nun renoviert werden soll. Sie baten jedoch darum, dass die Nistplätze der Dohlen und des Falken nicht vernichtet werden und dass die Brutzeit der Vögel bei der Renovierung berücksichtigt wird. 2. Bürgermeister Dr. Weiß bedankte sich bei den Kindern für ihr Engagement und versprach die Unterlagen an die ausführenden Firmen weiter zu geben. Gleichzeitig versicherte er, dass auch ihm an den tierischen Bewohnern des Turms gelegen ist. Ob allerdings alle Brutplätze "verschont" werden können, konnte er nicht versprechen. Nach dem offiziellen Teil warteten Apfelschorle un Butterbrezen auf die Kinder.

Auch in der örtlichen Presse wurde das Projekt gewürdigt:

Dohlenzählung am Haager Schlossturm

Die Marktgemeinde Haag wird den Schlossturm erwerben und ihn voraussichtlich ab 2013 renovieren lassen.

In Mauernischen des Turm nisten viele Dohlen und ein Falkenpaar. Damit die Nistplätze der Vögel bei den Renovierungsarbeiten nicht zu Schaden kommen, haben die Kinder die Nistplätze kartiert und die Dohlen gezählt.

Das Ergebnis wird der Unteren Naturschutzbehörde zur Verfügung gestellt.

Der Landesbund für Vogelschutz hat die Dohle zum Vogel des Jahres 2012 ernannt. Deshalb werden die Ergebnisse der Zählung auch diesem Verband gemeldet.

Tiere und Pflanzen im Wald

Unterwegs mit dem Jäger Sebastian Linner

Ein Beitrag zum Haager Ferienprogramm

Was lässt  sich vom Hochsitz aus mit dem Fernglas erspähen? Welche Bäume sind bei uns heimisch?  Woran kann man einen Steinmarder von einem Baummarder unterscheiden? Diese und ähnliche Fragen waren Gegenstand einer abwechslungsreichen, spannenden und dabei auch lehrreichen Tour durch den Wald bei Brand.

Man untersuchte Fichtenzapfen, die von Eichhörnchen abgenagt wurden und fand einen Dachsbau, der mittlerweile von Fuchs bewohnt wird. Sebastian Linner hatte für Abwechslung gesorgt: Er hat an vielen Stellen präparierte Tiere in der richtigen Umgebung versteckt. So konnten die Kinder Tiere entdecken, die sie normalerweise nicht am helllichten Tag im Wald antreffen würden. Ob sich die Begeisterung Linners für den Verzehr von kleinen Würmern, die in alten Fichtenzapfen zu finden sind und die im Darm ein Antibiotikum produzieren, auf die Kinder übertragen hat, bleibt allerdings zweifelhaft. Immerhin haben sie  interessiert  zugehört und wollten die winzigen Würmer genau anschauen.

Viel Spaß hatten alle beim Eichhörnchenspiel. Dabei mussten die Kinder auf dem Rückweg die Nüsse wieder finden, die sie auf dem Hinweg versteckt hatten.

Zum Abschluss der erlebnisreichen Wanderung gab es in der Wirtschaft von Brand zur Belohnung ein Eis. Ursprünglich war ein Lagerfeuer geplant gewesen, doch angesichts des warmen Wetters fanden alle, dass ein Eis die bessere Lösung war.

 

Auch Insekten brauchen Nisthilfen

Mit Feuereifer wurden auf dem Speicher von Heide Schmidt-Schuh Nisthilfen für Wildbienen und Ohrwürmer gebaut.

Für die Ohrwürmer wurden kleine Tontöpfe mit einem Sisalgeflecht gefüllt. Die Töpfe werden dann im Garten zunächst in einen Reisighaufen oder in eine Hecke gelegt und dann im Juni mit der Öffnung nach unten in einen Baum gehängt.

Spannender war es Löcher unterschiedlicher Größen in Holzscheiben für Wildbienen zu bohren. Doch auch diese Herausforderung haben die Kinder hervorragend gemeistert.

 

Sonnige Zeiten für die Zauneidechse

so titelte der Mühlorfer Anzeiger.

Bei strahlendem Sonnenschein und eisiger Kälte haben die Haager Kinder bei einer Großaktion in der Kiesgrube des Bund Naturschutz geholfen, Weiden auf Stock zu setzen und die abgeschnitten Zweige und Äste auf große Holzhaufen aufzutürmen.

"In der Kiesgrube leben Rebhühner, Zauneidechsen, Unken und viele andere seltene Tierarten, die sonnige Lebensräume brauchen", erläuterte Dr. Andreas Zahn, Artenschutzexperte beim BN den Helfern vor dem Einsatz. "Daher sollen nicht überall Bäume und Sträucher aufwachsen, denn sie würden den Boden zu sehr beschatten".

Die Bund Naturschutz-Kiesgrube zählt zu den wichtigsten Amphibienlebensräumen im Landkreis Mühldorf. Sie wurde vom Bund Naturschutz gekauft und wird durch Beweidung mit Rindern und ab 2011 auch mit Ziegen gepflegt.

Näheres zur Kiesgrube ist hier zu finden

Programm bis Juli 2012

Diese Aktionen haben wir uns bis zu den großen Ferien vorgestellt: Download des Programms

Nistkästenbau macht Spaß

Am 26. November traf sich die Gruppe auf dem Speicher bei Heide Schmidt-Schuh. Dort war es zwar ziemlich kalt, doch musste man mit den Farben nicht beonders acht geben. Die Freude am Basteln vertrieb die Kälte.

Gründung der Haager Kindergruppe

Am Freitag, den 4. November um 15 Uhr  wurde die Haager Kindergruppe aus der Taufe gehoben. Man traf sich in den Räumen des JUZ (Jugendzenrum) in der Wasserburgerstraße 25 und beratschlagte eifrig, was man an den etwa monatlichen Treffen alles unternehmen könnte.

Was lebt im Bach?

Im Rahmen des Haager Ferienprogramms bestimmten am Donnerstag den, 11.August junge Forscher die Wasserqualität des Franzosenbaches beim Haager Freibad anhand von Kleinlebewesen. Mit dem Sieb wurde vom Grund des Baches Kies und Sand geschöpft, auf einem Teller ausgebreitet und die Larven und Flohkrebse gezählt. Zum Schluss ging es ins Freibad, wo die Ergebnisse ausgewertet wurden. Natürlich kam im Freibad auch der Spaß nicht zu kurz.

Igel haben am Bauch ein ganz weißes Fell

Begeisterte Kinder lauschten Frau Hahn und Frau Deuflhart, den Leiterinnen der Igelstation, die zwei Standorte hat – einen in Haag und einen in Maitenbeth.  Igel sind Wildtiere, so Frau Hahn, die vor der intensiven Landwirtschaft, die ihre ursprünglichen Lebensräume am Waldrand zerstört hat, in unsere Gärten geflohen sind. Ideale Lebensräume für Igel sind Reisig- oder Laubhaufen, kleine Höhlen, Holzstöße – alles, was einen sicheren Unterschlupf bietet und eine Nisthöhle möglich macht. Frau Hahn plädiert daher für mehr „Unordnung“ im Garten und wendet sich vehement gegen jeglichen Einsatz von Giften. Wichtig sei, so Frau Deuflhart, beim Rasenmähen darauf zu achten, dass man nicht unter einem Strauch eine Igelhöhle versehentlich zerstört. „Wann frühstücken Igel?“, lautete eine Frage an die Kinder. „In der Abenddämmerung“ lautete die Antwort. Igel sind nachtaktive Tiere, weshalb sie schlecht sehen, dafür aber hervorragend riechen und hören können. Es gibt vielerlei Gefahren für Igel: Der Autoverkehr, Unkraut- und Insektenvernichtungsmittel und vieles mehr. Besonders verwundert war man darüber, dass der „Gelbe Sack“ eine Igelfalle darstellt. Da Igel einen sehr guten Geruchssinn haben, riechen sie selbst ausgespülte Behälter in den gelben Säcken, kriechen hinein und werden dann bei der Abholung „verpresst“ und gehen jämmerlich zu Grunde. Frau Hahn empfiehlt, die gelben Säcke mind. 50 cm über dem Boden entweder aufzuhängen, in einem Schubkarren oder auf einem kleinen Podest zu deponieren. Möglich ist auch, die Säcke erst am Morgen der Abholung hinaus zu stellen. Tagsüber gehen Igel nicht auf Nahrungssuche. Am eindrucksvollsten fanden die Kinder dann aber den Igel, den sie auch anfassen durften. Sie durften die Stacheln und den samtweichen Bauch befühlen. Rafael, so hieß er, war schwer krank eingeliefert worden. Nach einer medikamentösen Behandlung wurde er nun kräftig gefüttert, damit man ihn wieder „auswildern“ – d.h. in einem geeigneten Garten aussetzen - kann. Zum Schluss durfte noch die Krankenstation besichtigt werden. Dort hat jeder Igel ein Schlafzimmer mit einer mit Zeitungspapier ausgepolsterten Schlafbox und einen eigenen Auslauf. Alle Käfige müssen zweimal täglich gesäubert werden, alle Igel werden täglich gewogen und jeder Igel hat nicht nur einen Namen sondern auch einen eigenen Speiseplan. Eine Fülle höchst interessanter Informationen über Igel, deren Lebensraum, ihre Gewohnheiten und Eigenarten und ihre Gefährdungen wurde den Kindern vermittelt. Alle gingen nachdem sie zum Abschluss noch ein Eis spendiert bekamen befriedigt nach Hause.