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Pressemitteilungen

Tag des Artenschutzes

-Welche Tierarten sind in der Region besonders gefährdet oder vielleicht sogar schon verschwunden? - Und was ist Ursache für den Rückgang der Arten?

Welche Tierarten wir als „verschwunden“ betrachten, ist eine Frage des Zeithorizontes. So wurden im Lauf der Jahrhunderte von unseren Vorfahren viele Arten ausgerottet, an die man gar nicht mehr denkt, die aber im Alpenvorland sicher vorgekommen sind: Etwa Auerochs, Elch, Wisent und Rothirsch. In jüngerer Zeit starben Arten aus, deren Lebensräume wir zerstört haben: Die Tamariske, ein Strauch der in der Wildflusslandschaft am Inn bei Mühldorf zuhause war, der Warzenbeißer, eine Heuschrecke der mageren Wiesen, der Wiedehopf, der Viehweiden und alte Obstbäume mag, das Braunkehlchen und der Brachvogel, deren Brutplätze der Entwässerung des Isentals zum Opfer gefallen sind. Und das sind nur wenige Beispiele. Auch gibt es viele Arten, deren Bestände so klein und isoliert sind, dass mit einem Aussterben im Landkreis gerechnet werden muss, etwa der Wachholder, das Weiße Veilchen, die Wechselkröte, die Turteltaube oder der Heidegrashüpfer. Einst allgegenwärtige Arten wie der Grasfrosch oder der Wiesen-Salbei haben dramatisch abgenommen. Und neue Gefahren sind im Anmarsch: Der Feuersalamander wird durch eine eingeschleppte Pilzkrankheit, den Salamanderfresser, bedroht. Der Pilz hat viele Vorkommen schon ausgerottet und er hat Bayern schon erreicht. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis er auch im Inntal ankommt.

- Gab es in den vergangenen Jahren erfolgreiche Versuche, Arten wieder hier heimisch  zu machen?

Durch Verfolgung ausgerottete Arten, deren Lebensraum noch vorhanden ist, können sich erholen, wenn man ihnen nicht mehr nachstellt. Biber und Uhu sind wieder eingewandert, auch der Kolkrabe wurde schon gesichtet. Manche seltene Arten werden durch Nachzucht unterstützt. So wildern örtliche Jäger Rebhühner aus. Die Fischer vermehren Arten wie den Huchen, für den der Inn kaum noch geeignete Laichplätze bietet. Der Landesbund für Vogelschutz schafft Nistplätze für den Storch, der tatsächlich im Landkreis deutlich zugenommen hat. Durch die untere Naturschutzbehörde werden seltene Arten wie das Löffelkraut vermehrt und ausgebracht. Und während Arten der Moore und Feuchtgebiete unter dem Klimawandel leiden, gibt es auch wärmeliebende Tierarten, die bei uns einwandern: Beispiele sind die Feuerlibelle, der Bienenfresser, die Sichelschrecke und die Holzbiene. Insgesamt ist die Bilanz aber deutlich negativ.  


Lesen Sie das ganze Interview hier weiter!


BUND Naturschutz: Mehr Rücksicht auf die Natur beim Gehölzrückschnitt

Jahrelang bot er den Feldvögeln Nahrung und Deckung  - jetzt liegt er abgeschnitten am Feldrand. Ein Hollerbusch auf einen Acker am Stadtrand von Waldkraiburg. Hier hätte man sensibler vorgehen können, meint der BUND Naturschutz.

Der Schwarze Holunder war am Fuß eines Hochspannungsmasts aufgewachsen und hatte sich zu einem prächtigen Busch entwickelt. Jetzt wurde der Strauch auf Stock gesetzt. Kein Drama möchte man meinen. Für die Natur wäre es aber besser gewesen, den zweifellos erforderlichen Rückschnitt auf zwei Jahre zu verteilen, erklärt der BUND Naturschutz.

Einzelgehölze in der offenen Feldflur sind für viele Vogelarten ein wichtiger Rückzugsort, gerade im Herbst und Winter nach der Ernte. Der Hase findet hier ebenfalls ein Versteck und im Frühjahr singt die Goldammer vom höchsten Ast. Auch wenn an einem Hochspannungsmast natürlich kein großes Feldgehölz entstehen darf, die Duldung eines einzelnen Busches sollte nach Ansicht der Naturschützer möglich und eine schonende Pflege zumutbar sein. Vergleichbare Fälle sind häufig: Sträucher oder Bäume wachsen in der freien Landschaft an Flurgrenzen oder Wegrändern auf, an denen sie nicht zu groß werden dürfen, etwa aufgrund der Verkehrssicherung oder sogar aus Naturschutzgründen. Der BUND Naturschutz bittet alle Verantwortlichen, den nötigen Rückschnitt auf mehrere Jahre zu verteilen. Dadurch bleibt Deckung und Schutz für die Tiere der Feldflur erhalten.


Sonnige Zeiten für Feldschwirl und Zauneidechse in der BUND Naturschutz - Kiesgrube

„Manchmal muss man auch für den Artenschutz zur Motorsäge greifen“, stellt Doris Anzinger-Pohlus, zweite Kreisvorsitzende des BUND Naturschutz, fest. Zahlreiche Freiwillige waren dem Aufruf des Naturschutzverbands zum Landschaftspflegeeinsatz in der Kiesgrube des BUND Naturschutz bei Heldenstein gefolgt. Es ging darum, üppig aufkommende Weidensträucher einzukürzen und Kopfweiden zu pflegen, damit sich die Kiesgrube nicht in einen Wald verwandelt.

 „In der Kiesgrube leben Feldschwirl, Neuntöter, Zauneidechsen, Unken und viele andere seltene Tierarten, die sonnige Lebensräume brauchen.“ erklärte Dr. Andreas Zahn, Kreisvorsitzender und Artenschutzexperte beim BUND Naturschutz den Helfenden vor dem Einsatz. „Daher sollen nicht überall Bäume und Sträucher aufwachsen, denn sie würden den Boden zu sehr beschatten“. Im Zuge des Arbeitseinsatzes wurden deshalb in der Kiesgrube viele Weiden und Pappeln auf Stock gesetzt oder so abgeschnitten, dass sie in Zukunft als Kopfbäume gepflegt werden können. Durch den Gehölzschnitt wird die Arbeit der Ziegen und Rinder unterstützt, die im Sommer als Landschaftspfleger in der Kiesgrube weiden.

Die angefallenen Äste wurden von den Freiwilligen zu großen Haufen aufgeschlichtet, die im Sommer Verstecke und Brutplätze für viele Tiere bieten. Gerade für die Zauneidechsen haben sich die Holzhaufen als entscheidende Wohnorte erwiesen, sind sie doch durch das Astgewirr vor Feinden wie dem Turmfalken geschützt. Nach rund drei Stunden war die meiste Arbeit geschafft. Zur Verköstigung der vielen Helferinnen und Helfer gab es im Anschluss leckeren Bio-Leberkäs, spendiert von Byodo Naturkost.

Für die Betreuung der Kiesgrube und insbesondere die Pflege des Weidezaunes im Sommer sucht der BUND Naturschutz noch Ehrenamtliche. Interessenten können sich in der Geschäftsstelle der Kreisgruppe melden (Prager Straße 6, 84478 Waldkraiburg, Telefon: 08638 – 3701).


BUND Naturschutz freut sich: Umweltreferent geht mit gutem Beispiel voran

Bunte Blumenwiesen sind im Inntal keine Selbstverständlichkeit. Will man Glockenblume & Co fördern, kommt es auf eine angepasste Bewirtschaftung an.

Der Waldkraiburger Umweltreferent Wolfgang Hintereder geht nach Ansicht des BUND Naturschutz hier mit gutem Beispiel voran:

Grillen veranstalten ein lautes Konzert, Schmetterlinge gaukeln über Margeriten und Wiesensalbei. Eine Kulturlandschaft im besten Sinn, direkt vor den Toren Waldkraiburgs am Waldrand bei Stockham. Bunte Wiesen wie hier zu sehen, waren vor 50 Jahren im Umfeld der Stadt keine Seltenheit. Sie sind inzwischen meist artenarmen „Wirtschaftsgrünland“ gewichen, das häufige Mahd und intensive Düngung verträgt.

Wolfgang Hintereder hat als Nebenerwerbslandwirt einen blumenreichen Wiesenstreifen nördlich Stockham bis in die Gegenwart „hinübergerettet“. Und seit letztem Jahr hat er die Fläche sogar vergrößert und auf dem angrenzenden Acker die Samenmischung „Blühendes Inntal“ ausgebracht. „Als Naturschutzreferent fordere ich naturnahe Flächen in der Stadt, da muss ich auch persönlich meinen Beitrag leisten“ erklärt der Landwirt. Das gute Heu der Wiesen wird am Hof verwertet. Besonders freut sich darüber Benedikt Hintereder, der Futter für seine Rinder braucht und sich wie sein Vater für Landwirtschaft und Natur begeistert. Die Wiese wird erst im Juni gemäht, wobei abschnittsweise vorgegangen wird, damit viele Kräuter und Blumen blühen und Samen bilden können. Der Artenreichtum im Heu ist auch für die Gesundheit der Rinder gut.

„Der Bund Naturschutz freut sich sehr über dieses schöne Beispiel für Naturschutz durch Landwirtschaft vor Ort“ betont Doris Pohlus, die stellvertretende Kreisvorsitzende, die im Inntal wohnt.

Da entlang der Wiese der Ausbau eines Radweges geplant ist, schlägt der BUND Naturschutz vor, auf einer Tafel Wanderer und Radfahrer über die Bedeutung artenreicher Wiesen zu informieren.


Klimawandel zeigt sich in der heimischen Natur

Der Klimawandel hat auch das Inn-Hügelland fest im Griff. Im Isental trocknen Kleingewässer aus, in den während der Eiszeit entstandenen Toteiskesseln ist der Wasserhaushalt gestört.

Und in der Schotterebene bei Ampfing ist der Grundwasserstand um zwei Meter gesunken, Tiere und Pflanzen der Feuchtgebiete leiden Not. Die gestressten Fichten befällt der Borkenkäfer und 2018 zeigten Buchen schon im August herbstliches Braun. Dass es im Frühjahr 2021 ausnahmsweise wieder einmal so kühl und regnerisch war, wie noch vor 40 Jahren üblich, verschafft der Natur nur eine kurze Verschnaufpause.

Wie kritisch die Situation ist, erlebt der BUND Naturschutz in den von ihm betreuten Gebieten. So können seltene Amphibien wie die Gelbbauchunke in der BUND Naturschutzkiesgrube und im FFH-Gebiet bei Aschau Werk nur durch die Anlage künstlicher Gewässer vor dem Aussterben bewahrt werden. Denn der Regen füllt die bisherigen Laichgewässer viel zu selten und aufgrund der hohen Temperaturen trocknen die Tümpel aus, ehe die Entwicklung der Kaulquappen beendet ist. Die Frühjahrsniederschläge, entscheidend für die Amphibien, lagen in den letzten Jahren um 8,7 % unter dem langjährigen Mittel, die Temperaturen um 1,6°C darüber, was die Verdunstung deutlich erhöht und die Austrocknung der Gewässer fördert. Nur durch Abdichtung von Gewässern mit Beton oder Folie können die seltenen Unken oder Wechselkröten überleben. 

Wie die Naturschützer beobachten, versiegen auch Bäche immer häufiger, was Kleinfischarten aber auch den Feuersalamander gefährdet. So sind in der Howaschen bachabwärts der Gemeinde Aschau die Fischarten Elritze und Schmerle ausgestorben, ebenso der Grasfrosch. Denn der Bach führt hier nur nach Starkregen noch für wenige Tage Wasser.

Im Isental haben Libellenarten der Moore und Feuchtgebiete abgenommen, wie eine Untersuchung im Sommer 2020 ergab. Südliche, an Hitze angepasste Arten wie die Feuerlibelle, breiten sich als Gewinner des Klimawandels hingegen aus.

Neben Maßnahmen gegen die Klimaerwärmung ist es nach Ansicht des BUND Naturschutz jetzt auch dringend nötig, einen besseren Rückhalt des Wassers in der Landschaft zu ermöglichen. Auch muss die Beeinträchtigung von Feuchtgebieten und Gewässern durch zu hohe Düngeeinträge, Entwässerungen, Begradigung und Flächenverluste deutlich reduziert werden. Naturnahe Bäche und Gräben mit angrenzenden Auen und Feuchtwiesen sind hierfür enorm wichtig. Auch im Inn-Hügelland könnte man nach Ansicht der BUND Naturschutz Kreisgruppe den Wasserabfluss an vielen Stellen verlangsamen und Flächen wieder vernässen. Eine große Hilfe ist hierbei der Biber, führt er doch Wasserbau zwecks Wasserrückhalt emsig und kostenlos durch. Biberstauteiche sind eine Oase für Amphibien, Libellen, Wasserinsekten und viele andere Tiere. Auch Vögel finden hier in wochenlangen Trockenperioden noch ausreichend Insektennahrung. Wo immer eine Duldung von Biberdämmen möglich und durch eine angemessene Entschädigung für die Grundeigentümer erträglich ist, sollte die Aktivität der emsigen Nager geduldet werden. Die Natur wird es im nächsten Hitzesommer danken.


Reptil des Jahres BUND Naturschutz sorgt für die Zauneidechse

Die Zauneidechse wurde von der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) zum Reptil des Jahres 2020/21 gekrönt.

„Das hat uns sehr gefreut, um diese Art bemühen wir uns intensiv“ erklärt Daniela Seitz vom Vorstand der Kreisgruppe des BUND Naturschutz. „Auf den von uns gepflegten Flächen tun wir alles, damit es den Eidechsen gut geht“. Daniela Seitz hat ihre Bachelorarbeit über die Vorkommen dieser Art in der BUND-Naturschutz-Kiesgrube geschrieben.

Die Zauneidechse (lat. Lacerta agilis) gehört zur Gattung der Smaragdeidechsen. Sowohl Männchen als auch Weibchen haben oft ein „leiterartiges“ Muster in der Mitte des Schwanzes und des Rückens. Während die Weibchen ganzjährig braun gefärbt sind, färben sich Männchen in der Paarungszeit grün. „Jetzt im späten Frühjahr sind die Männchen besonders prächtig“ weiß die 26-jährige. „Musterung und Färbung der Eidechsen sind sehr unterschiedlich, beispielsweise gibt es hier im Landkreis oft rotrückige Exemplare“. In Mitteleuropa erreicht die Zauneidechse ungefähr 18-20 cm Länge und kann zwischen 4 bis 10 Jahren alt werden. Sie ernährt sich hauptsächlich von Insekten, wie Heuschrecken und Käfern.

Zauneidechsen kommen in weiten Teilen Europas und Asiens vor; von den Britischen Inseln im Westen bis in den fernen Osten Sibiriens. Im Landkreis sind Zauneidechsen besonders in Kiesgruben, an Bahndämmen, Wald- und Heckenrändern zu finden. „Gärten wären eigentlich gute Lebensräume, doch fallen die Eidechsen hier meist schnell den Katzen zum Opfer“ bedauert Seitz. Auch Vögel wie Fasan und Turmfalke, aber auch Säuger wie Marder und Dachs stellen der Zauneidechse nach. Bei Gefahr kann sie ihren Schwanz abwerfen, der anschließend kürzer nachwächst. 

Die Zauneidechse gilt in Bayern nach der Roten Liste als gefährdete Art (Stufe 3). Ihre Bestände haben regional deutlich abgenommen. Sie ist daher streng geschützt, ebenso wie ihre Lebensräume. „Wird die Art durch Bauvorhaben beeinträchtigt, muss man für sie neue Lebensräume anlegen und im Notfall die Tiere umsiedeln“ erläutert Daniela Seitz.

Im Landkreis Mühldorf wurden schon mehrfach neue Zauneidechsenlebensräume angelegt. Auffällig sind etwa die Steinhaufen entlang der Bahnlinien. Grundstücksbesitzer können die Zauneidechse einfach fördern. Denn was die Eidechsen besonders lieben, hat Seitz in ihrer Bachelorarbeit herausgefunden: „Einfach an gut besonnten Gehölzrändern große Asthaufen anlegen – da stellen sich Eidechsen gerne ein.“


Schlechte Zeiten für Waldkraiburgs Abendsegler?

Über 500 Abendsegler, eine der größten Fledermausarten Bayerns, wurden in machen Jahren an den Hochhäusern im Süden Waldkraiburgs gezählt. Jetzt sind es nur noch 200, wie die Zählung des BUND Naturschutz belegt. Die Ursache für den Rückgang ist unklar.

Waldkraiburg war viele Jahre eine Hochburg der Abendsegler. Die großen Fledermäuse verbringen hier den Winter und gehen entlang des Inns auf Insektenjagd. Im Frühjahr ziehen alle Weibchen und ein Teil der Männchen nach Nordosten bis in die Gegend von Berlin oder sogar nach Polen, wie durch Wiederfunde beringter Tiere belegt ist. Dort wohnen die Abendsegler in Baumhöhlen, in denen auch die Jungen (stets nur ein oder zwei pro Weibchen) zu Welt kommen. In Waldkraiburg sind dann nur noch einige Männchen anzutreffen, vermutlich die besonders bequemen Exemplare. Im August kehren die übrigen Abendsegler zurück, einschließlich der im Sommer geborenen Jungen. Die kräftigen Männchen besetzten im Spätsommer und Herbst Baumhöhlen oder Fledermauskästen in Waldkraiburg und Umgebung. Durch laute Balzgesänge, die aber weitgehend im Ultraschallbereich liegen und uns daher nicht auffallen, locken sie Weibchen zur Paarung an. Doch auch an den Gebäuden ist um diese Zeit schon viel los: Wer nicht gerade ein Rendezvous in einer Baumhöhle hat, hängt an den Hochhäusern nahe der Innkante ab. Nach der Paarung werden dann die Winterquartiere bezogen, die sich oft an südexponierten Hausseiten befinden. Abendsegler halten keinen durchgehenden Winterschlaf und fliegen bei warmer Witterung auch zwischen November und März immer wieder aus. Scheint die Sonne auf ihre Quartiere, kann man oft ihre lauten Sozialrufe deutlich vernehmen. Dadurch lässt sich auch feststellen, welche der Fledermauskästen gerade besiedelt sind. Denn die Abendsegler wohnen inzwischen überwiegend in Quartieren, die man extra für sie gebaut hat. Als die Hochhäuser im Süden Waldkraiburgs saniert und wärmegedämmt wurden, mussten die ursprünglichen Verstecke der Fledermäuse, die Spalten hinter den Eternitverkleidungen der Häuser, beseitigt werden. Da Fledermausquartiere gesetzlich geschützt sind, wurde in Form verschiedener Fledermauskästen Ersatz geschaffen, der mittlerweile von den Tieren gut angenommen wird.

Jedes Jahr erfasst der BUND Naturschutz die Zahl der aus den Quartieren ausfliegenden Abendsegler Ende April oder Anfang Mai. Leider mussten die Naturschützer feststellen, dass der Bestand in den letzten Jahren deutlich abgenommen hat, nur knapp über 200 Tiere wurden gezählt. Ein Trend, der sich in ganz Bayern abzeichnet und dessen Ursache nicht geklärt ist. Als Insektenfresser sind Abendsegler auf ein reiches Angebot großer und nachts fliegender Insekten angewiesen. Alle Maßnahmen die Nachtfalter & Co fördern, wie etwa „wilde“ Grünanlagen und Gärten, helfen letztlich auch Fledermäusen.