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Kinder+Jugend

Ortsgruppenvorstand

1. Vorsitzende Bettina Rolle: be@bettinarolle.com

2. Vorsitzender Michael Pohlus: michael.pohlus@online.de


Warten auf die wilde Wiese

Biotop im ehemaligen Wasserbecken fertiggestellt

Im Winter 2024 fing alles an: mit einer Begehung durch das Gartenbau Unternehmen Bitzer& Bernhard aus Mettenheim, die als Hauptsponsoren dem BUND Naturschutz mit kompetentem Rat und geeignetem Gartengerät zur Seite standen. Zuvor hatte der Waldkraiburger Stadtrat einstimmig grünes Licht für die Aktion gegeben. 

Im Februar 2025 wurde mit den Abrissarbeiten begonnen. Die alten Bitumenbahnen mussten mit dem Bunsenbrenner erhitzt und anschließend von vielen Händen abgetragen und entsorgt werden. Eine Kernbohrung ergab, dass der Asphalt im Becken bleiben kann und nicht entsorgt werden muss.

Nun kamen die Stadtwerke zum Einsatz: mit schwerem Gerät wurde der Betonboden „aufgespechtet“. So kann Regenwasser in tiefere Bodenschichten abfließen und so können die zukünftigen Pflanzen wurzeln.

Mit dem Bauunternehmer Martin Schwarzenbeck konnte ein weiterer großzügiger Sponsor gewonnen werden, der Kies und noch viel wichtiger: einen LKW plus Fahrer für einen ganzen Arbeitstag zur Verfügung stellte.

Über 100 t Kies- und Sand spendeten die umliegenden Kiesgruben. Damit wurde der Boden für das neue Biotop vorbereitet.

Im nächsten Schritt wurde der kleine Weiher angelegt, Folie, Vlies und Lehm verlegt. In einer großen Publikumsaktion mit viel Wasser wurde im Hochsommer 2025 der Lehm mit blanken Füßen festgetrampelt.

Im Frühjahr dieses Jahres konnten schließlich dicke Baumwurzeln zum Schutz des Feuchtbiotops verbaut werden und am 26.4.2026 wurde die Fläche für die zukünftige Magerwiese endlich – alles per Hand - angelegt. Jetzt heißt es wässern und warten.


Wiesen und Wald statt Asphalt

Ein Super Motto für unsere Waldkraiburger Ortsgruppe. Auf diesem Foto seht Ihr v.l.n.r. Elisabeth, Peter, Bettina, Dietlinde, Anni, Dani und Bastian bei einer Banner-Aktion an der Pürtener Kreuzung. Das sind aber längst nicht alle, fast 20 Personen sind in Waldkraiburg aktiv und es werden immer mehr! Die Ortsgruppe setzt sich aktiv für das Stadtgrün ein, bietet Veranstaltungen an wie Radtouren, Besichtigungen (z.B. Kläranlage, Innkanal, grüner Ring, Stadtpark), betreut Fledermäuse in der Stadt und Beweidungsprojekte „Wilde Weiden“ in Jettenbach, Haigerloh und im Innthal. Ach ja… gefeiert wird auch gern. Kommt doch einfach mal zum regelmäßigen Stammtisch!

Folgt uns gern auf Instagram: bundnaturschutz_muehldorf


BUND Naturschutz gründet Ortsgruppe in Waldkraiburg

"Waldkraiburg muss grüner werden". Mit diesem erklärten Ziel hat sich bereits Ende 2023 eine neue Ortsgruppe des BUND Naturschutz in Waldkraiburg, der größten Stadt im Landkreis Mühldorf, gegründet. Die erste Vorsitzende Bettina Rolle wird von ihrem Stellvertreter Mike Pohlus unterstützt. Daniela Seitz wurde zur Schatzmeisterin, Verena Wittmann und Elisabeth Brunnhuber als Beisitzerinnen gewählt. Der Ortsgruppe gehören noch weitere motiverte Naturschützer und Naturschützerinnen an, die sich schon auf den ersten Einsatz beim Pürtener Adventszauber freuen.


Abendsegler in Waldkraiburg

In jedem Jahr veranstaltet der BUND Naturschutz Ende April eine „Volkszählung“ und zählt ihm Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung die am Abend aus ihren Quartieren fliegenden Abendsegler. Dazu werden stets Helfer gesucht. Der Termin wird über die Presse bekannt gegeben.

Über 400 Abendsegler, eine der größten Fledermausarten Bayerns, wurden in den vergangenen Jahren an den Hochhäusern im Süden Waldkraiburgs gezählt. Damit handelt es sich um eines der größten Vorkommen in Bayern. Die Tiere verbringen hier den Winter und gehen im Frühjahr und Herbst entlang des Inns auf Insektenjagd. In den letzten Jahren wurden viele der Abendseglerquartiere an den Hochhäusern durch spezielle Fledermauskästen ersetzt, da die ursprünglich genutzten Spalten hinter den Wandverkleidungen im Zuge der Wärmedämmung der Gebäude verloren gingen.

Im Juni und Juli leben in Bayern nur wenig Abendsegler und meist sind es Männchen. Sie bewohnen in Gruppen Baumhöhlen, Fledermauskästen und Quartiere an den Fassaden höherer Gebäude. Die Weibchen und ein Teil der Männchen verlassen Bayern im Mai und wandern bis über 900 km weit in nördliche bzw. nordöstliche Richtung. Vor allem im nordöstlichen Mitteleuropa ziehen die Weibchen ihre Jungen auf. Dazu bilden sie Wochenstuben in Baumhöhlen, die aus ca. 10 bis 50 Tieren bestehen. Nach abgeschlossener Jungenaufzucht beginnen im August erneut die Wanderflüge. Tausende Abendsegler kehren nach Bayern zurück, um sich hier zu paaren und den Winter zu verbringen.

Die Männchen haben inzwischen in Wäldern und Parkanlagen ihre Balzquartiere in Baumhöhlen bezogen und werben besonders in der Abenddämmerung mit zwitscherndem Balzgesang um die Gunst der eintreffenden Weibchen. Schließlich bilden sich Haremsgruppen aus 6 – 8 Tieren. Gleichzeitig nimmt auch die Anzahl der Abendsegler in Spaltenquartieren an Gebäuden zu. Da hier kein Balzverhalten zu beobachten ist, nimmt man an, dass sich besonders Jungtiere und nicht paarungsbereite erwachsene Abendsegler während der Paarungszeit an Gebäuden aufhalten.

Im September steigt die Zahl der Tiere in diesen Quartieren auch in Waldkraiburg stark an und im Winter können Gruppen aus mehreren hundert Abendseglern hinter Wandverkleidungen beobachtet werden.

Quelle: Koordinationsstelle (LfU) für Fledermausschutz Südbayern (Tel.: 08638-86117)