BUND Naturschutz für Schutz landschaftsprägender Bäume
„Wir pflanzen einen Baum“ das ist das Motto einer großen Gemeinschaftsaktion im Landkreis Mühldorf, bei der jedes Jahr viele Akteure neue Bäume in die Landschaft bringen. Besonders der Wert einzelner landschaftsprägender Bäume wird dabei herausgestellt. Sind die Bäume aber erst mal größer, werden sie dann doch oft kritischer gesehen. Gerade an Feldwegen sind sie den immer größer werdenden Landmaschinen im Weg. Dass hier ein völlig freies Wachstum der Krone nicht immer möglich ist, sieht auch der BUND Naturschutz ein. Doch bittet der Verband alle für Bäume in der Landschaft Verantwortlichen nicht einfach zur Motorsäge zu greifen und das „störende Objekt“ zu beseitigen, wie es in einem aktuellen Fall am Bach Howaschen in der Gemeinde Aschau geschehen ist. Hier wurde eine gesunde Esche zunächst völlig unsachgemäß eingekürzt und schließlich ganz gefällt. Der schöne Apfelbaum auf der anderen Seite der Howaschen-Brücke verlor bei dieser Gelegenheit auch sein Leben. Beide Bäume standen landschaftsprägend in der freien Feldflur. Vogelnester wurden regelmäßig festgestellt und so manche Spaziergänger übten hier im Herbst ihre körperliche Geschicklichkeit um an einen der Äpfel zu gelangen. Nach Ansicht des BUND Naturschutz bedeutet die Baumfällung einen echten Verlust für Mensch und Natur. Durch einen sachgemäßen Rückschnitt hätte er vermieden werden können. Ein Ausgleich durch Neupflanzungen, so wünschenswert er wäre, würde zu Lebzeiten der meisten Spaziergänger an der Howaschen kaum wieder landschaftsprägende Größe erreichen.
Der Verband betont, dass so eine rücksichtslose Schädigung der Natur zum Glück die Ausnahme ist, wie die rege Beteiligung vieler Grundeigentümer an der Aktion „Wir pflanzen einen Baum“ beweist. Umso bedauerlicher sind nach Ansicht des BUND Naturschutz derartige Einzelfälle, deren negative Wirkung in der Öffentlichkeit nicht zu unterschätzen ist.






