Stiftungen finanzieren „Feuerwehrauto“ für die Natur
Der BUND Naturschutz Mühldorf nutzt eine Spende der Stiftung der Kreissparkasse Mühldorf a. Inn und der Gerhard und Ellen Zeidler-Stiftung zum Kauf eines Fasswagens.
Der mobile Wassertank mit 2.000 Litern Volumen kommt für Naturschutzprojekte im Landkreis zum Einsatz. Im Trockensommer 2026 rettete der Wagen bereits die Versorgung der Rinder und Büffel auf wilden Weiden im Isental.
Unter strahlender Herbstsonne trafen sich Anja Hausperger von der Gerhard und Ellen Zeidler-Stiftung und Hubert Wastlhuber von der Stiftung der Kreissparkasse Mühldorf a. Inn mit dem BUND Naturschutz auf dem Hof der Familie Reißaus. Sie begutachteten einen Anhänger mit knallgelbem Wasserfass, der in diesem Sommer Leben gerettet hat.
Die Besonderheit: Der Wagen kann, von einem PKW gezogen, dank der Schläuche Wasser aus der Distanz aufnehmen und abgeben. Wie ein Feuerwehrfahrzeug nutzt der BUND Naturschutz Mühldorf den Wagen für Rettungseinsätze in Dürrephasen. Zum Beispiel können so austrocknende Tümpel, in denen seltene Amphibien oder Fischen leben, befüllt werden.
Ein weiteres Einsatzgebiet sind die wilden Weiden des BUND Naturschutz (BN). Matthias und Fini Reißaus pflegen als Projektpartner mit ihren Rindern und Büffeln viele dieser Naturschutzweiden. Hitzewellen, ausbleibender Regen und versiegende Quellen gefährdeten diesen Sommer die Versorgung der Weidetiere mit kühlem Nass. Der Abbruch der Beweidung auf den Naturschutzflächen drohte. Der BN-Kreisgruppenvorsitzende Mühldorf, Dr. Andreas Zahn, schlug den beiden Stiftungen vor, durch eine gemeinsame Fördermaßnahme den Fasswagen anzuschaffen.
Hubert Wastlhuber von der Sparkasse betonte, dass seine Stiftung besonders regional verankerte Projekte wie diese fördere. Anja Hausperger erklärte, dass Naturschutzprojekte im Fokus ihrer Stiftungsarbeit stehen. Daher schätze sie die langjährige und kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem BN Mühldorf. Die kombinierte Spende sichert nun die wilden Weiden im Landkreis und damit einen Platz für zahlreiche Tiere.
Denn auf den Weiden leben besonders viele verschiedene Arten. So finden sich Kiebitze und andere seltene Vögel im Niedermoorgebiet im Isental. Auch Wildtiere streifen dort gerne umher. Den Naturschutz durch extensive Beweidung in Partnerschaft mit landwirtschaftlichen Betrieben zu erhalten, ist dem BN ein wichtiges Anliegen.
„Dürre und Hitze werden in Zukunft viele Sommer in Bayern prägen. Zumindest punktuell können wir dann mit dem Fasswagen Natur und Tiere unterstützen“, betont Andreas Zahn, Kreisvorsitzender des BUND Naturschutz. Welche Einsätze der Anhänger 2027 haben wird, wird sich bald zeigen – auf dem Trockenen bleiben die Tiere nun nicht sitzen.





