Naturschutz durch Beweidung im Landkreis Mühldorf

Extensive Beweidung ist ein wichtiger Baustein für den Naturschutz, besonders zur Stärkung der Artenvielfalt. Die Kreisgruppe des BUND Naturschutz startete das erste Weideprojekt im Landkreis Mühldorf vor über 30 Jahren im Talraum Jettenbach. Heute grasen zahlreiche Wasserbüffel, Rinder, Ziegen und Ponys auf wilden Weiden im Inntal.
Naturschutzweiden bieten Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, von Insekten, Amphibien, Reptilien über Fledermäuse. Warum sind gerade extensive Weiden so wichtig für die Flora und Fauna?
Viele Pflanzen- und Tierarten haben sich an die halboffenen Weidelandschaften angepasst, die bis vor wenigen Jahrzehnten Mitteleuropa prägten. Eine Landschaft ohne große Pflanzenfresser wie Wisent, Auerochse, Wildpferd, oder später Haustiere wie Rind, Ziege und Schwein gab es nicht.
Heute finden wir in Bayern Äcker, intensiv genutztes Grünland, Forste, Siedlungen und Verkehrsflächen, aber kaum noch extensiv bewirtschaftete Weiden. Die Weidetiere fehlen als gestaltende Kraft in der Landschaft. Durch Fraß, Tritt und Dung schaffen sie nämlich ein vielfältiges Lebensraum-Mosaik. Vom angebissenen Halm, über offene Bodenstellen, bis zum Tümpel.
Zahlreiche heimische Arten profitieren, wenn Kuh und Co. im Naturschutzeinsatz sind.










